AGROSLUŽBY OLOMOUC, s.r.o.AGROSLUŽBY OLOMOUC, s.r.o.

 DIe gezielte Therapie von Mastitiden in der Periode des Trockenstehens kann von beträchtlicher Bedeutung sein.

 

1. Was das SOMPROT -Verfahren ist und was für Ziele es hat?

                Das Programm SomProt ist die Softwareausstattung des Computers, die eine Routineausarbeitung des Beratungsprotokolls - d.h. des Dokuments über den aktuellen Gesundheitszustand der Milchkuherde aus der Sicht des Auftretens der Milchsekretionsstörungen ermöglicht. Es geht dabei von der Konfrontation der festgelegten individuellen  Anzahlen von somatischen Zellen (IPSB) mit den Laktosegehalten in der Milch und mit anderen Viehzuchtfaktoren bei der regelmäßigen Kontrolle der Milchergiebigkeit der Milchkühe aus. Durch seine Auslegungen und Empfehlungen trägt es dann zum Optimieren der Vorbeugungsaktivitäten hinsichtlich des Auftretens von entzündlichen Produktionserkrangungen des Mastitis-Typs.

                Das Beratungsprotokoll SomProt bietet einen übersichtlichen aktuellen Bericht über den Gesundheitszustand (hinsichtlich der Mastitiden) der Herde sowie der einzelnen Milchkühe. Es erleichtert Orientierung, was die Vorbeugung der Erkrankung betrifft und macht auf die mögliche Präventionsmängel rechtzeitig aufmerksam. Bei Bedarf fordert es erregt es, positive Korrekturmaßnahmen in dem  Mastitisüberwachungsprogramm der Herde zu treffen. Vom Gesichtspunkt der Beratung aus wird das Protokoll zu zwei Zwecken konzipiert:

·       bei weniger komplizierten Fällen der Verschlechterung des Gesundheitszustands der Herde dient es als Rahmenempfehlung zum weiteren Vorgehen für die Zootechniker im Bereich der positiven Korrekturen von Mastitisüberwachungsprogrammen;

·       bei schwierigeren Fällen, in denen es Probleme mit der Milchqualität und Mastitiden gibt, stellt es vollständige regelmäßige Unterlagen für die Eintscheidungsfindung der Tierärzte oder  Berater im Bereich der Berichtigungsmaßnahmen des durch Mastitis verursachten Zustands dar.

Damit wird es zum Bestandteil der Vorbeugungmaßnahmen bei  Milchsekretionsstörungen s. Abb.1)

 

2. Wie sehen methodische Ausgangspunkte des SomProt-Verfahrens aus?

                Die Milchsekretionsmängel (Mastitiden) gehören seit langem zu den Ursachen der verminderten Ergiebigkeit der Milchkühe. Sie verursachen auch gewiße negative Änderungen in der Milchzusammensetzung, die zur Qualitätsminderung und dadurch zur verminderten Marktfähigkeit von Anlieferugsmilch führen. Es handelt sich vor allem um erhöhte Mengen der somatischen  Zellen, Rückgang an Laktose und fettfreier Trockenmasse, und Beeinträchtigung von einigen techologischen Milchparametern wie Titrationsazidität, Thermostabilität, Säuerungsfähigkeit bzw. Ausbeute an Käse. Auch der Nutritionswert der Milch sinkt.

                Die Störungen der Milchsekretion reihen wir  in die Kategorie von Produktionserkrankungen ein, denn sie treten vor allem  infolge von Melktechnik-, Stallhaltungs- bzw. Behandlungfehlern auf. Sie werden üblicherweise durch die  Wirkung des erhöhten mikrobiellen Drucks der Umgebung und durdch die ungünstigen Einflüsse initiiert, die es ermöglichen, daß die pathogenen Mikroorganismen die natürlichen Abwehrmechanismen der Milchkühe überwältigen. Die metabolische Aktivität der Pathogene in der Milchdrüse und in dem drüsigen Gewebe des Euters, mit der Toxinbildung verbunden, stellt dann die Ursache der meisten wirtschaftlich schwerwiegenden Entzündungserkrankungen dar. Aus dem Vorstehenden ergibt sich die Polyfaktorialität und Polyvariabilität der erwähnten Erkrankung.  In den Bedingungen der Reduzierung des Zeitaufwands für die  individuelle Behandlung eines Tieres stellt die Vorbeugung der Milchsekretionsstörungen den wichtigsten Weg dazu dar, wie man die Ergiebigkeitsverluste erniedrigen und die Rentabilität der Milchkuhzucht sichern kann (Abb. 1).

                Im Zusammehang mit den verschlechterten Lebens- und hygienischen Umweltbedingungen, d.h. mit dem gestörten Welfare der Milchkühe bzw. häufigen Streßvorfällen werden die wirtschaftlich schwerwiegende Sekretionsstörungen (Mastitiden) neben unspezifischer Faktoren vorwiegend durch das Durchdringen und die metabolische Aktivität der pathogenen Mikroorganismen in der Milchdrüse, vor allem dann in dem sekretorischen drüsigen Gewebe verursacht, wie es bereits vorausgeschickt wurde. Als Risikophasen vom Gesichtpunkt des Verhältnisses zwischen dem Auftreten von neuen Infektionen und dem Laktationsverlauf aus betrachtet, gelten allgemein ungefähr die zwei ersten Laktationsmonate und dann der letzte Monat, bzw. der Zeitraum kurz bevor dem Trockenstellen der  Kühe, aber auch die Trockenperiode. Die Häufigkeit von Pathogenarten (Infektionsagenzien), die in der Lage sind, eine entzündliche Erkrankung (Mastitis) hervorzurufen, ist groß. Es handelt sich um zig Pathogenarten (bis 80). Als wirtschaftlich schwerwiegend gelten ungefähr zehn Art der Mikroorganismen, d.h. daß sie in der Lage sind,  wirtschaftliche Verluste vor allem in Form von Reduzierung der Milchergiebigkeit, zu erregen. Für praktische Zwecke sind sie nach ihrer Lebensweise (respektive Etiologie) annähernd wie folgt einzuteilen  in sog. kontagiöse (von dem Tier und  Milchdrüsengewebe abhängig, z. B. Streptococcus agalactiae, Staphylococcus aureus usw.) und environmentale Mikroorganismen (die in dem Stallmilieu überleben und dort auch leben können, z.B. Streptococcus uberis, Streptococcus dysgalactiae, Escherichia coli usw.). Einige Gattungen sind jedoch intermedial  ( z.B. Staphylococcus aureus). Die angeführte Einteilung ist deshalb diagnostisch nicht genau, entspricht aber bedingt den praktischen Bedürfnissen. Es ist ziemlich kostenaufwendige Untersuchung notwendig, um die Mastitisart genau (nach der IDF-Methodik) klassifizieren zu können, außer anderem mikrobiologische Kultivation und Identifikation des Pathogens. Solche Untersuchung kann man nicht routinemäßig und flächenhaft zur regelmäßigen Bestimmung der Eutergeseungheit einer jeden Kuh aus der Herde (denn Mastitiden weisen in der Herde eine Dynamik in Bezug auf die Zeit aus) unter in der Praxis zumutbaren Kostenbedingungen bewältigen. Aufgrund der angeführten Gründe ist es offensichtlich, daß der Gesundheitszustand von Milchkühen aus der Sicht der Sekretionsstörungen regelmäßig  nur auf der Basis von einigen routinemäßig beherrschbaren Labor-analytischen Verfahren bzw. mit Hilfe von Stalltest (z.B. viskosigene Mastitistests) überwacht werden kann. (Die Überwachung ist ein wichtiger Bestandteil der Vorbeugung.) Bei der zweiten Alternative ist es in der Praxis in der Regel problematisch, Daten zu erfassen und diese aus der zeitlich dynamischen Sicht gründlicher auszuwerten.

                Das Angeführte deutet an, daß der praktische Milchkuhzüchter gezwungen ist, die Überwachung und Vorbeugung von Störungen der Milchsekretion auf der Basis ihm verfügbarer Kennzahlen, auch trotz deren gewisser Interprationsschwierigkeit durchzuführen. So ist die Tatsache.  Eine in dieser Hinsicht geeignete Kennzahl ist vor allem die individuelle Anzahl der somatischen Zellen (IPSB) in der Milch der Proben der Milchergiebigkeitskontrolle der Kühe. Diese Kennzahl kann nicht nur klinische Mastitiden (mit ersichtlichen Merkmalen  der Gewebeentzündung), aber vor allem die am häufigsten auftretenden und damit auch die schwerwiegendsten subklinischen Mastitiden identifizieren. Der Anstieg von IPSB heißt allgemein bekannte Erhöhung von Risiko einer Anwesenheit einer der Mastitis-Formen, mit Ausnahme von latenten Infektionen. Diese Alternative wird durch die Tatsache unterstützt, daß die Untersuchungen auf IPSB noch um weiter ergänzende Kennzahlen routinemäßig erweitert werden können. Es ist auch eine Erweiterung um die Angaben von züchterischem Charakter in der zeitlichen Kontinuität mit einer Möglichkeit der Software-Auswertung der archivmäßigen und aktuellen Konfrontation und damit die Erfassung der wichtigen Trends der gesundheitlichen Situation der Milchkuhherden möglich.

                Die Mastitiden werden vor allem als Problem von Herden wahrgenommen und interpretiert, auch wenn Individualität natürlich nicht übersehen werden kann. Das erwähnte SomProt-Verfahren bekennt die angeführte Definition. Die Ergebnisse der Zahlen von somatischen Zellen im Bassin sind auf der anderen Seite aus bekannten, an dieser Stelle nicht näher angeführten Gründen eine Kennzahl, die wesentlich ungenau und nicht einfach interpretierbar ist, wie sie auch immer über den Stand der  ganzen Herde aussagen. Die niedrige Aussagekraft wird z.B. durch die negative Selektion der Milch der verdächtigen Kühe und eine ganze Reihe weiterer Effekte beeinflußt.  Durch auf solche Art durchgeführte Überwachung kann aber die ganze komplexe Problematik der Störungen der Milchsekretion keinesfalls reduziert werden.

                Eine weitere geeignete Ergänzungskennzahl aus den Analysen der Milchproben bei der Ergiebigkeitskontrolle stellen dann die Werte von Laktosegehalt in individuellen Milchproben dar. Die Reduzierung ihrer Werte unter Berücksichtigung des Einflusses von Laktationsstadium und -reihenfolge macht vor allem auf die Beschädigung des Sekretionsepithels der Drüse und auf Milchleistungsverlust aufmerksam, d.h. auf das Vorkommen des entzündlichen Prozesses und erst dann auf eventuelle Unstimmigkeiten in der energetischen Komponente der Ernährung von Milchkühen. Deshalb wird in dem Verfahren auf den Laktosegehalt in der Milch Rücksicht genommen.

                Die Vorteile der Kenntnis und Verarbeitung der Analyseergebnisse verschiedener Arten von Milchproben allgemein sind aus der Sicht der Kontrollmöglichkeit eines Urproduktionprozesses die Folgenden:

·       ziemlich enge Abhängigkeit der Kennzahlwerte der Milchanalysen von den Bedingungen der Urproduktion, unmittelbare Bindung an die Milchqualität und Wirtschaftlichkeit der Milchproduktion;

·       gewisse Analysen der Milchproben können wesentlich automatisiert, flächenhaft eingeführt und dadurch auf ein kostengünstiges Nieveau gebracht werden;

·       die Entnahme von Milchproben erfolgt regelmäßig im Rahmen der Ergiebigkeitskontrolle, was systematische und Konfrontationsauswertung (Dynamik und Entwicklungstrends der Eutergesundheit erlaubt);

·       es gibt Computerprogramme für Routineauswertung  und die Interpretation der gesamten Ergebnisse der individuellen Proben mit dem Ausgang in dem Beratungsprotokoll;

·       bei der regemäßiden Wiederholung geht es jedesmal um Aktualisierung der Entwicklung des Gesundheitszustands des Euters innerhalb der Herde und rechtzeitige Erfassung von eventuellen Verschlechterungstrends.

 

3. Wie ist das Wesen und wie sind Vorteile des SomProt- Verfahrens?

                Das SomProt-Verfahren wurde als wichtiger Bestandteil der Prävention  (Monitoring und Interpretierung dessen Ergebnisse) der Störungen der Milchsekretion  ausgearbeitet. In Form des Beratungsprotokolls erleichtert es  dem Züchter, die durch Mastittiden verursachten Erkrankungen zu lösen. Dies ist vor allem bei größeren Milchkuhherden in unseren Bedingungen von Vorteil, in denen die Erhaltung des guten Gesundheitszustands mit Hinsicht auf die Kentnisse, Informationen und Viehzucht-Vorgangsweisen eine anspruchsvollere Aufgabe darstellt, als bei kleinen Herden. (Abb 2). Die Daten aus der Ergiebigkeitskontrolle sind die Hauptkennzahlen, die in dem Verfahren verwendet werden.

 IPSB in der Milch ist eine schon seit langem routinemäßig analysierte Gesundheitskennzahl in der Kontrolle der Milchergiebigkeit. Die Ergebnisse werden jedoch nicht immer effektiv verwertet. Das Ziel des SomProt-Verfahrens ist es deshalb, durch ihre erweiterte Auslegung zu der höheren Wirksamkeit der Verwendung der IPSB-Daten (Abb. 3) beizutragen, d.h. ihre Aussagekraft zu erhöhen.

 

                                Abschätzung des gegenwärtigen praktischen Gesichtspunkts bei uns

                                Abschätzung der Tatsache

 

  Das SomProt-Programm generiert  das Beratungsprotokoll des gleichen Namens auf der Basis von Ergebnissen der Analysen von individuellen Milchproben (Hauptkennzahlen) und weiteren ergänzenden Kennzahlen (Viehzuchtfaktoren) aus der Kontrolle der Milchergiebigkeit.

Das Beratungsprotokoll

·       schätzt das Niveau des Gesundheitszustands der Milchkuhherde hinsichtlich des Auftretens von Milchsekretionsstörungen ab

·       erfaßt rechtzeitig die steigende Erkrankungshäufigkeit und den daraus folgenden Verlust an der Milchergiebigkeit

·       durch die Interpretierung der Ergebnisse dient zur Vorbeugung  vor entzündlichen Eutererkrankungen

·       bietet Unterlagen für Einsatz und Orientierung der Vorbeugungsmaßnahmen und modifiziert positiv das Masitis-Kontrollprogramm der Milchkuhherde.

 

Die Vorteile bei der Verwendung des SomProt-Verfahrens sind wie folgt:

·       ein aktueller, regelmäßiger und ziemlich billiger Bericht über den Gesundheitszustand der Milchkühe und der Herde hinsichtlich des Auftretens von Mastitiden - die rechtzeitige Beurteilung der Wirksamkeit des angewendeten Mastitis-Kontrollprogramms

·       Möglichkeit eines individuellen rechtzeitigen Zugangs zu den ausgewählten Milchkühen

·       Verbesserung von Management der Herde im Sinne der Vorbeugung von Milchsekretionsstörungen

·       eine Möglichkeit zur Reduzierung der negativen Umwelteinflüsse

·       die Milchergiebigkeit von Kühen kann wachsen

·       Verlängerung des produktiven Alters der Kühe und Verminderung der Ausscheidung besonders von hochproduktiven  Milchkühen aus den gesundheitlichen Gründen

·       Verbesserung der Qualität der  produzierten Milch und Erhöhung ihrer Marktfähigkeit durch die Erniedrigung der negativen Milchselektion im Stall aus  Gesundheits- und Qualitätsgründen

·       Gesamterhöhung der Rentabilität der Milchkuhzucht.

 

4. Welche Kennzahlen und Vorgehensweisen das SomProt-Programm verwendet?

                Das Programm SomProt nutzt bei der Überwachug und Prognose des Zustands der Milchkühe sowie der Herde hinsichtlich des Mastitiszustands und bei der Gestaltung des Beratungsprotokolls  die Konfrontation von individuellen Zahlen der somatischen Zellen in der Milch (IPSB) und die Laktosegehalte aus den Analysen der Milchproben in der Kontrolle der Milchergiebigkeit (die Hauptkennzahlen). Milchleistung, Laktationsstadium,-folge, -saison usw.werden als Ergänzungskennzahlen verwendet. Einen wichtigen Bestandteil des Algoritmus, das auf der Basis des konditional-kausalen Modells basiert, stellen die historisch-trendorientierten, archivmäßig-aktuellen Konfrontationen der Entwicklungsdynamik des Mastitiszustands in der Herde dar.

                Verschiedene Funktionen des Programms werden mit der notwendigen Anzahl der überprüften Tiere in der Herde und auch mit der Regelmäßigkeit dieser gesundheitlichen Überwachung bestimmt. Es wird das Verfahren der Abschätzung der möglichen Verluste an Milchleistung infolge des aktuellen gesundheitlichen Zustands im Vergleich zu dem hypothetisch idealen Zustand verwendet. Die Abschätzung der wirtschaftlichen Verluste ist die Basis für eventuelle Argumentation für gewiße zumutbare Kostenerhöhung zur Erhöhung der Effizienz  des angewendeten Mastitis-Kontroprogramms. Bei den angeführten Abschätzungen werden überprüfte und begründete mathematisch-statistische Datenübertragungen verwendet, die die Erhöhung ihrer Aussagekraft zum Ziel haben.

                Aufgrund der Verhältnisse  der vorgegebenen Diskriminationswerte von IPSB und des Laktosegehalts in Bezug auf die Absolutwerte und auf  ihre Zeitvariabilität werden die Milchkühe  zu verschiedenen Formen von Eingriffen bzw. zur Therapie vorgeschlagen. Diese Diskriminationswerte können mit der Zeit nach den empirischen Erkenntnissen in der Praxis modiffiziert werden, und zwar kann der durch sie hervorgerufene Druck auf Vorbeugung oder Behandlung erhöht oder eingeschränkt werden.***

 

5. Was in dem Beratungsprotokoll SomProt enthalten ist?

Die grundlegenden Funktionen, die das Beratungsprotokolls erfüllt, sind die folgenden:

·       Überwachung des Gesundheitszustands der Kühe und der Herde hinsichtlich des Vorkommens von Milchsekretionsstörungen

·       Abschätzung der wirtschaftlichen Verluste an der Milchergiebigkeit, die durch den aktuellen Zustand verursacht werden (Anregung zur Kostenunterstützung der Verbesserug der Wirksamkeit des angewendeten Mastitis-Kontrollprogramms)

·       Vorschlag auf eine möglichst wirksame negative Selektion der Problemgemelke bei der in die Molkerei angelieferten Milch mit dem Ziel, die erforderliche Qualität zu erreichen (eine Not-, sofortige, nicht konzeptionelle, aber trotzdem unerläßliche Maßnahme. Der Schwerpunkt des Protokolls liegt in anderen Funktionen)

·       Vorschlag auf eventuelle Therapie von Milchkühen  während der Laktation

·       Vorschlag auf eventuelle Therapie von Milchkühen  während der Zeit des Trockenstehens

·       Abschätzung von möglichen Ursachen ( archivmäßige-aktuelle Trendkonfrontationen) des eventuell schlechter werdenden oder schlechten Gesundheitszustands der Herde

·       Abschätzung der Wirksamkeit des aktuellen Mastitis-Kontrollprogramms der Herde.

 

Was braucht vor allem der Züchter zu wissen?!

                Das Beratungsprotokoll, wie bereits erwähnt, besteht aus einigen Interpretierungsteilen, deren Erläuterung im folgenden Text enthalten ist.

Tabelle A - Ergebnisse der Kontrolle der Eutergesundheit. Außer aktuell gemessenen Daten über den Gesundheitszustand der Milchdrüse bei konkreten Kühen (IPSB (V.), Laktosegehalt, Melkergiebigkeit) kann man hier auch einige Zuchtcharakteristika finden (Reihenfolge und Tag der Laktation). Es wird weiter die Abschätzung von Verlusten an der Milchleistung (kg/Tag und in %) vorgenommen und angegeben, und zwar für einzelne Kühe und auch zusammenfassend (S), gegenüber dem idealen Gesundheitszustand, der jedoch in der Praxis nie eintritt. Diese Bewertung kann aber trotzdem andeuten, welcher für die Vorbeugung bzw. Behandlung von Mastitiden verwendete Betrag infolge des folgenden Wachstums der Milchleistung noch effektiv zurückerstattet werden kann. Üblicherweise ist es mit einem Anteil von 50  - 70%  des abgeschätzten Gesamtverlustes (S), d.h. der Gesamtschätzverlust (kg/Tag) x Preis für kg Milch (CZK) x 30 = der effektive

                                                               1,7

Betrag (CZK) pro Monat vor allem  zur Unterstützung der Prävention, und auch der Therapie von Mastitiden.

Die Tabelle A enthält auch die historische Übersicht über IPSB für gewisse physilologisch-pathologische wichtige Zeiträume der aktuellen Laktation (I., II., III., IV), und zwar in den ursprünglich gemessenen Werten oder, wenn es sich um mehrere Daten handelt, in geometrischen Mittelwerten (I., II. und III.).Hier soll darauf aufmerksam gemacht werden, daß bereits die geometrischen Mittelwerte von IPSB, die ca. 230 Tsd./ml überschreiten, als verdächtig wahrzunehmen sind. In dem unteren Teil der Tabelle A werden weiter einige weiteren Kennziffern summiert angeführt (Xa = arithmetisches Mittel, VXa = gewichtetes arithmetisches Mittel; d.h. durch die Milchergiebigkeit gewogen). In dem rechten Teil gibt es die Position "Bemerkung". Hier werden in den Spalten 1. bis 4. Identifizierungen entsprechend Erläuterungen gezeigt: P = Hinweis auf die vorherige Risikolaktation; M = Verdacht auf ansteckende klinische und subklinische Mastitis; I = Verdacht auf unspezifische, durch Streß infolge ungenügender energetischer Ernährung verursachte Mastitis; Z = gesunde Milchdrüse; T = Empfehlung auf die Behandlung = Therapie in der Laktationsperiode; O = Empfehlung zur Therapie  - Behandlung beim Trockenstellen.

In der Tabelle A wird in den Bemerkungen auch der Hinweis auf eventuelle selektive Antimastitistherapie von Milchkühen bei dem Trockenstellen  (im Falle des besseren Gesundheitszustands der Herde) angegeben. Bei verschlechertem Gesundheitszustand der Herde wird jedoch unter der Tabelle im Text die flächenhafte Variante dieser Posttherapie bzw. Vorbeugungstherapie empfohlen.

                Die Tabelle A kann nach Wahl  zwei Varianten haben, die sich in ihrem Inhalt unterscheiden. Die erste Version enthält die Aufzählung aller kontrollierten Milchkühe. In der zweiten Variante werden aus Sparsamkeitsgründen nur die verdächtigen Milchkühe aufgezählt, die Kühe ohne Probleme (Z) sind in der Liste nicht genannt. Die summierte Auswertung des unteren Teils der Tabelle entspricht jedoch immer der ganzen Herde.

Tabelle B geht von den Abschätzungen der Milchleistungsverluste infolge von Störungen der Milchsekretion aus der Tabelle A aus und informiert zusammenfassend über den möglichen voraussichtlichen finanziellen Umfang der Milchergiebigkeit. Dessen effektive Komponente kann nach der schon vorher im Text zu der Tabelle A angeführten Vorgehensweise abgeschätzt werden.

Tabelle C stellt die Aufzählung  von durch Risiko bedrohten Milchkühen von der gesamten Anzahl der kontrollierten Kühe dar. Weil für die anfallende Bassinmilch (Molkereianlieferung) nicht immer notwendig  die Milchkühe mit dem größten IPSB-Wert, sondern die mit dem absolut höchsten PSB-Eintrag  die gefährlichsten sind,  werden die Milchkühe nach dem relativen Anteil von PSB an der Anzahl der somatischen Zellen (PSB) der Herde absteigend geordnet (der relative Anteil von IPSB-% an  der  PSB der Herde). Dieser Anteil wird unter Berücksichtigung der Gemelkhöhe der konkreten Milchkuh und der Gesamtproduktion der Herde berechnet. Außer weiteren informativen Angaben ist in der Auswertung C auch die Abschätzung zum Erreichen der "Standard"-Milch  und der "Auswahl"-Qualität  mittels der sog. negativen Milchselektion bei mit Risiko verbundenen Milchkühen. enthalten. Infolge der starken zwischentäglichen Variabilität von IPSB, die dieser Kennzahl vor allem bei dem Auftreten von subklinischen Mastitiden eigen ist, wird im Vergleich zu den genormten PSB-Ebenen (Standard und Auswahl, ÈSN 57 0529) bei der Abschätzung mit einer gewissen Reserve gerechnet. Das Angeführte kann in der Spalte  "Nach der Ausscheidung des Gemelks bleibt im Bassin - PSB" gelesen werden. Die Liste enthält also die Reihenfolge von hinsichtlich  PSB mit dem größten Risiko verbundenen Milchkühen bis zu den Kühen, bei denen die Ausscheidung der Anlieferungsmilch für die Molkerei beendet werden kann, so daß die Voraussetzung gebildet wird, daß PSB der Herde (der kontrollierten Milchkühe) auf das Niveau von 275 Tsd./ml sinkt, das als die Betriebssicherheitsgrenze für die Produktion von Auswahlmilch betrachtet werden kann, bei der das Limit 300 Tsd./ml beträgt.  In diesem Zusammenhang muß angeführt werden, daß die Ausscheidung von Gemelken bei Kühen die gewünschte wirksame Lösung des angewendeten Mastitis-Kontrollprogramms in der Herde nicht darstellt und die Betriebssicherheit des Züchters nicht festigt, sie ist jedoch die verwendete Betriebsmaßnahme der sog. unmittelbaren Reaktion.

                Das Ordnen der Milchkühe für die negative Gemelkselektion nach IPSB-%  in PSB der Herde muß  unter allen Umständen nicht optimal sein. Von dem wirtschaftlichen Gesichtspunkt aus ist es  im Bereich von "Standard"- und "Auswahl"-Ebenen geeignet, auch die Milchleistung in Betracht zu ziehen und gegebenenfalls die unerläßlichen Milchverluste in der Lieferung für Molkerei, die mit der Selektion immer verbunden sind, zu reduzieren. Dies kann nach der Spalte %PSB/kg vorgenommen werden, wo der höhere Wert immer die effektivere Selektion bedeutet. Wie bereits erwähnt, spielen die angeführten Tatsachen nur in der Nähe von Grenzen der benötigten Milchqualität eine wichtigere Rolle (Standard, Auswahl). Es muß gleichzeitig auch die Ausscheidung von Gemelken der mit Risiko verbundenen Milchkühe infolge eventueller antibiotischer Therapie  in Betracht gezogen werden - eine Vorbeugung von Befund von inhibierenden Wirkugen in der Milch, die in die Molkerei geliefert wird.

Tabelle D faßt die Milchkühe zusammen, bei denen der größte Verlust an Milchleistung infolge von Sekretionsstörungen abgeschätzt wurde, egal ob es sich um klinische, subklinische oder andere Formen von Mastitis handelt. Die Liste dient zum Zwecke von einigen weiteren, an dieser Stelle nicht näher spezifierten Eingriffen im Rahmen des konkret angewendeten  Mastitis-Kontrollprogramms.

Tabelle F faßt die zur Antimastitis-Therapie während der Laktationsperiode empfohlenen Milchkühe zusammen, und zwar nach insgesamt vier vorgegebenen Entscheidungsbedingungen, die die absoluten Werte und Variabilität von PSB in der Zeit und die Milchleistungswerte betreffen. Die Tabelle respektiert also die anerkannte Meinung, daß bei subklinischen Mastitiden in der Laktation nur schwierigere Fälle effektiv zu behandeln sind (mit größter Wirksamkeit dann bei einer Infektion durch Streptococcus agalactiae), wobei weniger schwierige Fälle (auch von anderen Etiologien) beim Trockenstellen effektiver geheilt werden können. Festgestellte klinische Fälle müssen selbstverständlich von dem hygienisch-ethischen Gesichtspunkt aus unmittelbar nach dem Befund behandelt werden.

 

Tabelle G  beinhaltet die Liste der zur selektiven Antimastitis-Therapie beim Trockenstellen empfohlenen Milchkühe. Es ist bekannt, daß diese Therapieart in vielen Herden flächenhaft verwendet wird. Die angeführte flächenhafte Vorgehensweise wird in der Auswertung im Text unter der Tabelle A  immer dann empfohlen, wenn ein gewisser Wert  von PSB in der Herde erreicht wurde. Bei niedrigeren PSB-Werten in der Herde ermlaubt diese Liste eine Ersparung von Behandlungskosten  dadurch, daß sie mit Hilfe von vier vorgegebenen Kontroll- und Entscheidungsbedingungen (IPSB und ihre Variabilität während der Laktation einschließlich Berücksichtigung von Laktosegehalt und Milchleistung) die Aufmerksamkeit des Züchters auf gewisse mit Risiko verbundene Milchkühe zielt, deren wiederholte Therapie   zum Unterschied von den sonstigen unerläßlich ist.

Auswertung H faßt in zwei Tabellen sog. Trendsummenlisten der Herde zusammen. Aufgrund der Angabe der relativen Anzahl (%) von sog. mit Risiko verbundenen Milchkühen, die  nach der Laktationsreihenfolge und auch nach Laktationstagen unter Berücksichtigung des aktuellen Zustands und mit Rücksicht auf die Konfrontationen in Bezug auf die vergleichbaren Werte (vorheriger Monat, derselbe Monat im Vorjahr, usw.) erlaubt  die Situation bezüglich Mastitis abzuschätzen und bei verschlechterter Lage auch bis zu einem gewissen Maße die Ursachen dieser Verschlechterung zu entdecken (z.B. Fehler bei Färsenaufzucht = Anstieg der Werte am Anfang der ersten Laktation; inadequate Funktion der Melktechnik = Gesamtanstieg von Werten im Vergleich zur Geschichte, vor allem am Anfang der Laktation; Streßzustände = Gesamtwertanstieg usw.). Die Auslegung muß unerläßlich entsprechend der Kenntnis des Gesundheitszustands der Herde und der weiteren konkret durchlaufend eintretenden Probleme erfolgen und sie stellt  ein Anliegen von idividuellem Charakter in Abhängigkeit von  Fachkenntnissen der Problematik der Milchsekretionsstörungen - der Mastitiden dar.

                Abschließende Auwertungsform (Tabelle oder grafische Darstellung in Form eines Histogramms) der relativen IPSB-Frequenzen in der Herde ermöglicht auf der einen Seite wieder die Zeitkonfrontation des Auftretens von vor allem subklinischen Mastitiden in der Herde, aber auch einen Vergleich der aktuellen Kurvenform mit den vorhergehenden Kurven und auch mit den nachstehend angedeuteten Modellen, die einige der typischen Situationen darstellen. Die Verbesserung der Herdsituation in Bezug auf  Mastitis ruft in Bezug auf die Zeit logisch eine Verschiebung zu der linken Seite des Histogramms hervor. Eine Verschlechterung führt zu einer rechtseitigen Verschiebung. Es gibt folgende weitere mögliche Interpretierungen:


 

 

 

zufriedenstellender Zustand in der Kontrolle von Mastitiden;

 

 es kann sich um Fehler an dem Melkapparat handeln (verschechterte Luftdurchflüsse, Pulsation, Unterdruck, Milchablauf) - überprüfen Sie die Funktionsparameter oder führen Sie deren Wartung durch

 

 

wenn keine Mastitis-Kontrolle vorliegt - ziehen Sie einen Tierarzt zu Rate - es ist zu empfehlen: Flächendesinfektion von Euterzitzen nach dem Melken durchführen bzw. wenn diese bereits angewendet wird, das Präparat änder (bei der verschlechterten Euterhygiene ein Hemmungsmittel); flächenhafte antibiotische Behandlung beim Trockenstellen der Milchkühe, bzw. eine Präparatänderung; neben den klinischen Fällen auch  schwierigere subklinische Fälle in der Laktation zu behandeln; Kontrolle und Korrektur der Funktionsparameter des Meldapparats; Trennung der problematischen Kühe und deren Melken erst zum Schluß nach der durchgeführten Zwischendesinfektion der Melkmaschine;

 

 es kann sich um unwirksame Desinfektion von Euterzitzen handeln - führen Sie die Desinfektion ein, falls diese bereits angewendet wird, dann muß die Sorgfältigkeit der Durchführung  verbessert oder das eingesetzte Präparat gegen ein aderes  getauscht werden .

 

 

                Tritt eine Verschlechterung des Gesundheitzustands der Milchkuhherde auf oder  dauert der ethisch, hygienisch und wirtschaftlich  ungünstiger Zustand an, dann folgt im Protokoll neben möglichen Abschätzungen und gegebenenfalls Rahmenempfehlungen die Aufforderung  für den Züchter, einen Tierarzt oder einen Beratungsexperten zu Rate zu ziehen  (hinsichtlich des überwachten Gesundheitszustands und dessen möglicher Ursachen sowie hinsichtlich Einsatz von entsprechenden Gegenmaßnahmen).

 

6. Was für ein Schluß ist anzuführen?

Das System ist deutlich zuverlässiger für größere Herden (was in Bezug auf die in dem Schema der Abbildung 2 dargestellten Tatsache positiv ist) und besonders wenn es regelmäßig angewendet wird; es steht aber dem Züchter frei, was für einen Umfang dieser Kontrolle er wählt. Die Aktualität eines solchen Verfahrens wächst vor allem bei den komplizierteren Situationen in der Milchkuhherde, die sich in dem Beratungsprotokoll durch häufigeres Vorkommen von  Identifikationssymbolen bei einzelnen Milchkühen, fettgedruckte Vermerke oder umfangreichere Aufzählung der voraussichtlichen Risiken  auszeichnen.

Die Interpretierung der Ergebnisse kann nicht so einfach sein, wie es scheinen könnte. Die Grundkenntnisse der Problematik der Sekretionsstörungen der Milchkühe und der Grundsätze ihrer Ausschließung sind wichtig. Zu den Rahmenempfehlungen  des Protokolls ist es auch erforderlich, konkrete Kenntnisse der Problematik der Milchkuhzucht zu berücksichtigen. Bei komplizierteren Fällen dient das Protokoll dem Tierarzt als ein wertvolles Hilfsmittel  zu der Formulierung von Änderungen und positiven Modifikatioen in dem konkreten Mastitis-Kontrollprogramm der Herde. Die Angaben des Protokolls werden dann von Zootechniker und Fachmann nicht als ein Dogma angenommen, sondern unter Berücksichtigung der konkreten, direkt im Stall gewonnenen Erkenntnisse überprüft und näher präzisiert.

Das Programm SomProt:

·       komplettiert die in den Ställen und Labors gewonnenen Daten

·       objektiviert die Aussagewirksamkeit von Hauptkennzahlen nach der Konfiguration von Werten der Nebenkennzahlen;

·       verarbeitet die objektivierten Daten mit mathematisch-statistischen Methoden nach einem zutreffenden Algorithmus;

·       überwacht den Gesundheitszustand der Milchkühe und der Herde aus der Sicht des möglichen Auftretens der Milchsekretionsstörungen;

·       generiert das Beratungsprotokoll SomProt.

Das ganze Vefahren kann jedoch weder als "Wundermethode" präsentiert, noch wahrgenommen werden. Die Möglichkeiten des Verfahrens sind nüchtern zu bewerten! Er kann allein eventuelle Probleme des Züchters nicht lösen. Es geht um das Streben aus dem Minimum das Maximum zu erreichen. Es geht jedoch nur um ein methodisches Werkzeug, dessen Anwendung zur Stabilisierung der Betriebsischerheit des Züchters beitragen soll.

 

7. Was ist zu bemerken?

                Im Falle einer bestimmten Datenbasis (in unserem Falle sind es die Unterlagen über die Eutergesundheit der Milchkuhherde aus der Ergiebigkeitskontrolle), an die die Systembearbeitung nicht nur mit Hilfe von mathematisch formulierten Vorgängen aber auch Erfahrungsregeln und Ausführungen (Heuristika) appliziert werden, die zu einer gewissen Interpretierungsstufe führen, sprechen wir über ein diagnostisches Expertsystem. Es ist gut bekannt, daß dieses nicht immer die optimale Lösung garantiert, immerhin führt es auch unter diesen Umständen zu einer Lösung, die akzeptabel ist. Weil in den Abschätzungen der möglichen Ursachen und den Vorschlägen zu Problemlösungen  die Wahrscheinlichkeit eine Rolle spielt (egal ob die Interpretierungsvorgehensweise auf dem konditional-kausalen Modell oder dem der Wahrscheinlichkeit beruht), kann nicht einmal die Aussage des SomProt- Verfahrens  immer 100%-ig sein. Immerhin, sind die Abweichungen der Systemabschätzung von dem Ist-Stand der Dinge mit der Frequenz des Vorkommens von völlig außerordentlichen Fällen in Höhe von ca. 5% gegeben, dann beeinträchtigt dies sicher weder die Anwendbarkeit des Systems, noch dessen Zweckmäßigkeit. Bei flächenhaften systematischen Lösungen von im wesentlichen biologischen Problemen kann man auch nicht mehr erwarten. Auf der anderen Seite liegen richtige Abschätzungen der Lösung nicht einmal  in den Fällen der direkten Beteiligung eines jeden konkreten Experten vor. Dies wickelt sich von den natürlichen Gesetzlichkeiten über das mögliche Auftreten von Fehlern ab. Man kann in der Regel eine normale Fehlerverteilung erwarten und auf der Annahme der Verteilung des Fehlerauftretens wurde ein Teil der Theorie der Statistik-Theorie aufgebaut.

Bei der Gestaltung des Algorithmus des SomProt-Verfahrens wurden einige Funktionen von  den in der Welt bekannten Programmen entnommen:

·       Abschätzung der Ergiebigkeitsverluste auf der Basis der linearen Übertragungen von IPSB;

·       Analyse der Milch bei mit Risiko verbundenen Milchkühen und Empfehlungen auf die Ausscheidung der Milch aus der Lieferung;

·       Trendanalyse des Gesundheitszustands;

·       Abschätzung der Wirksamkeit des Mastitis-Kontrollprogramms.

Aus eigenen Erkenntnissen wurden folgende Funktionen verwendet:

·       Anwendung von Laktosegehalt in der Milch im Verhältnis zu dem IPSB-Wert  und den Zuchtfaktoren bei der Definition und Identifikation der verdächtigen Milchkühe;

·       Abgrenzung der Diskriminationsebenen zur Ankündigung des Therapiebedarfs nach absoluten Werten der gesundheitlichen Kennzahlen unter Berücksichtigung deren Variabilität;

·       Modifikation der Trendanalyse zu Zwecken der Risikoabschätzung und Gestaltung der Rahmenempfehlungen.

Es ist eher unwahrscheinlich , daß in der nahen Zukunft den Züchtern und Tierärzten routinemäßig systematische Angaben über das Vorkommen von Pathogenen zum genauen Definieren des Mastitis-Zustands zur Verfügung stehen, wie es auch immer von Vorteil wäre.

 Das Angedeutete ist nur ausnahmsweise in spezifischen Beratungsfällen möglich. Die Gründe für die angeführte Ansicht wickeln sich von dem finanziellen Aufwand einer solchen Vorgehensweise ab. Vom Züchter wird also aufgrund von Gesetzen die Qualitätsmilch und damit auch gleichzeitig der gute Gesundheitszustand der Milchkühe gefordert. Die Tatsache ist, daß er diese Situation lediglich auf dem Niveau von ihm verfügbaren Informationen sichern muß. Systematisch stehen ihm nur geeignete Daten über IPSB und Laktosegehalt in Milch zur Verfügung.

                Wie bekannt, ist die Anzahl der somatischen Zellen (PSB) in der Milch nicht nur die Kennzahl des Vorkommens von Milchsekretionsstörungen, sondern auch die unmittelbare Qualitätskennzahl (EU-Richtlinie 92/46) der Milch auf dem Markt. Die Züchter sind also einerseits unmittelbar wirtschaftlich gezwungen, bei Zuchtmanagement und damit auch bei der Vorbeugung von Mastitiden von dieser Kennzahl auszugehen. Andererseits ist es jedoch allgemein bewußt, daß die Anzahlen von somatischen Zellen lediglich die Sekretionsstötungen erfassen, und nicht die eigentlichen Mastitiden, und hauptsächlicht nicht die latenten Infektionen. Die latenten Infektionen bleiben der diagnostischen Wirksamkeit von IPSB natürlich verhüllt, deshalb läßt sie auch das SomProt-Verfahren praktisch unbeachtet. Das Verhältnis unter Herdelokalitäten hinsichtlich sonstiger  Mastitiden (klinische, subklinische und unspezifische = asseptische Mastitiden) und den latenten Infektionen ist nicht ständig, allgemein kann man immerhin eine Senkung  der  Prävalenz von latenten Infektionen gemeinsam mit der Senkung der Prävalenz  der anderen restlichen Formen von Mastitiden infolge deren Vorbeugung  und umgekehrt erwarten. Die Verhätnisse zwischen den Formen von Mastitiden innerhalb der Herde weichen also mit Sicherheit unter den Herden ab, zweifellos nach den vorherrschenden etiologischen Faktoren der Prävalenz von Mastitiden  und nach der ganzen Reihe weiterer möglicher Einflüsse, die weniger von Bedeutung sind. Trotzdem kann man allgemein erwarten, daß die Vorbeugung auf der Basis von IPSB vor allem auf die subklinischen Mastitiden die Wirkung ausüben wird, um die es ja vor allem geht.  Wenn diese durch die Vorbeugung reduziert werden, ist es zu erwarten, daß auch latente Infektionen parallel reduziert werden. Für die direkte Vorbeugug von Mastitiden fehlt also die Identifikation von Pathogen, die IPSB jedoch, die über eine ganze Reihe von sehr praktischen Vorteilen verfügen, kann man billig, aktuell, schnell, regelmäßig und flächenhaft gewinnen. Unter unseren Bedingungen, aber auch in anderen Ländern im Rahmen von Analysen der individuellen Milchproben in der Kontrolle der Milchergiebigkeit (die Tschechisch-Mährische Züchtergesellschaft, GmbH, Prag). Deshalb werden sie weltweit zu Überwachungs- und Vorbeugungszwecken breit verwendet. Auch SomProt basiert auf Konfrontationen der IPSB-Daten.

 

                In Hinsicht auf die angeführte, gleichzeitig praktisch inherente Unvollständigkeit von Daten (IPSB, Laktosegehalt) im Vergleich zu der genau defierten Identifikation von Mastitiden (und theoretisch vorteilhafte komplette Variante (im Sinne der Ergänzung der Identifikation des eventuellen Pathogens) ist in der Praxis aus Kostengründen ausgeschlossen) ist es im System vernünftiger und seriöser eher über das Risiko für das Vorkommen von Störungen der Milchsekretion als über Mastitis bei einer Milchkuh zu sprechen. In diesem Sinne stellt dann das Verfahren mit seiner systematischen Verarbeitung der Daten über die Eutergesundheit der Milchkühe und deren Dynamik (was durch das Archivien von Daten im Computerspeicher und auf den Datenträgern möglich ist) den maximalen Gewinn aus dem möglichen Minimum dar. Unerfaßt aus der Sicht der überwachten Kennzahlen (IPSB, Laktosegehalt) bleiben dann also die sog. latenten Mastitis-Infektionen, deren Diagnostik die Routinemöglichkeiten des System überschreitet, wie es bereits angeführt wurde.  Diese können in der Milchkuhherde Reservoir von weiteren anschließenden Formen von Störungen der Milchsekretion im Sinne der bekannten Pathogenesis von Mastitiden darstellen. Wie bereits angedeutet, kann jedoch auch angenommen werden., daß die  Frequenz  deren Vorkommen mit der Frequenz des Vorkommens der erfaßbaren Formen von Mastitiden  (nach IPSB - klinischen, subklinischen und unspezifischen bzw, asseptischen Mastitiden) im Sinne des SomProt-Verfahrens zusammenhängt. Den angeführten Nachteil des Systems sind wir aus rein praktisch-wirtschaftlichen Gründen gezwungen, zu unterlassen.  Die praktischen Erfahrungen beweisen, daß es sich um keinen wesentlichen Mangel handelt, wobei die technischen Möglichkeiten dessen Lösung , wie bereits erwähnt wurde, nicht verfügbar sind.

                Das SomProt -Verfahren, mit seiner statischen Auffassung im Rahmen der Tabellendatenverarbeitung, neigt durch seine Interpretierungsonsorientierung zu einer Lösung auf der Basis eines Expertensystems. Es ist allgemein bewußt, daß die systemnahen Lösungen dieser Art (systematisch regelmäßige und flächenhafte Lösungen) ihre gewissen Einschränkungen haben. Weil die subklinischen Mastitiden nach außen nicht ersichtlich und wirtschaftlich schwerwiegend sind , ist aber das systematische Monitoring auf der Basis von IPSB als ein Bestandteil der Vorbeugung der mastitiden Erkrankungen von großer Bedeutung.

 

 

8. Wie kann die weitere Entwicklung aussehen?

                Die Entwicklung des SomProt-Verfahrens bleibt offen. Es wird angenommen, daß anschließend nach der  Einführung die Etappe erfolgt, in der man in der Praxis lernt, das Verfahren wahrzunehmen. Danach werden unbestritten, in Bezug auf die Verschiedenheit der technologischen Bedingungen, Änderungen erfolgen oder  weitere Interpretationsmöglichkeiten nach den Erfahrungen aus der Praxis entwickelt. Die Wirksamkeit der Datenaussage wird sich dadurch verbessern, manche Praktiker werden ihre eigenenen Auslegungen zur Geltung bringen. Dies alles kann man erwarten und es kann sogar nützlich sein. Nach dieser Entwicklung wird es auch möglich sein, gewisse Interpretationsvorgehen im Protokoll zu korrigieren. Man wird also das System durch diese eventuellen Anpassungen "lernen". Ähnliche positive Korrekturen können später aufgrund von Erfahrungen aus der Praxis zum Zwecke der weiteren Erhöhung der Aussagekraft des Protokolls auch in entsprechenden Entscheidungs- und Diskriminationsebenen der gesundheitlichen Kennzahlen vorgenommen werden, entweder im Zusammenhag mit den gesetzlichen Regelungen der offiziellen Standards oder durch  die Entwicklung der gesundheitlichen Situation in dem überwachten Gebiet. Um anschließend diskutieren zu können, erwarten wir  die Stellungnahmen zu den oben angeführten Angaben. Es kann sein, daß diese die  Meinungsvariabilität bzw. die Meinungsverschiedenheit zum Ausdruck bringen. Die rationellen Bemerkungen sind aber zu berücksichtigen.


 

9. Welche Quellen wurden verwendet?

 

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